23. Februar 2014

[Rezension] Grischa (01)-Goldene Flammen von Leigh Bardugo

Informationen zum Buch:
Titel: Grischa-Goldene Flammen
Originaltitel: Shadow & Bone
Autor/-in: Leigh Bardugo
Seiten: 347
Preis: 17,90 €
Verlag: Carlsen
Reihe: Grischa-Trilogie
  1. Goldene Flammen
  2. Eisige Wellen
  3. Lodernde Schwingen

Klappentext:
Jede einzelne Stunde habe ich dich vermisst. Und am schlimmsten war, dass mich das völlig überrascht hat. Ich habe mich dabei ertappt, dich zu suchen. Nicht aus einem bestimmten Grund, sondern nur aus Gewohnheit oder weil ich etwas gesehen hatte, von dem ich dir erzählen wollte. Ich wollte nur deine Stimme hören. Dann wurde mir bewusst, dass du fort warst, und ich hatte jedes, wirklich jedes Mal das Gefühl, mir würde die Luft wegbleiben. Ich habe mein Leben für dich aufs Spiel gesetzt. Ich bin für dich durch halb Rawka gezogen, und das würde ich wieder tun, nur um bei dir zu sein. Selbst wenn es bedeutet, mit dir zu hungern und zu frieren und mir dein Gejammer über den ewigen Hartkäse anzuhören. Also erzähl mir nicht, dass wir nicht zusammengehören.

Eigene Meinung:
Grischa hab ich weniger wegen des Titels und des Klappentextes gekauft, sondern eher wegen dem wundervoll gearbeitetem Cover. Als begeisterter Kunstfreak könnte ich mich in dieses Cover hineinlegen! Mit einfachen und gut koordinierten Pinselstrichen wurde auf einem eher "dreckigem" weiß im Zentrum des Covers ein Mädchen gezeichnet. Dominiert von hell- bis dunkelgrüner Farbe zeigt sie dem Betrachter die rechte Schulter und wirft einen Blick in unsere Richtung. Das Mädchen (Alina) hat eine starre Miene aufgesetzt. Im Hintergrund kann man die schemenhaften Ausläufer eines Waldes erkennen und auf der linken Seite des Mädchens erkennt der Betrachter die Silhouette eines Hirsches.
Der Titel hat auf mich anfangs eher nichtssagend gewirkt. Unter "Grischa" konnte ich mir schlecht was vorstellen, im Nachhinein passt der Titel ganz gut^^. Ich hatte wirklich erwartet das dieses Buch eine Dystopie ist, fragt mich nicht warum, wahrscheinlich liegt es an den ganzen Dystopien die den heutigen Büchermarkt überschwemmen. Für die die manchmal genauso schwer von Begriff sind, bei "Grischa-Goldene Flammen" handelt es sich um einen High Fantasy Roman :D.

Alina Starkowa ist kurzgefasst ein Nervenbündel. Wenn sie mal nicht heult oder ihr leben betrauert ist sie sogar fast erträglich. Aber für dieses arme arme Mädchen kann ich einfach kein Mitgefühl hegen. Im Buch wir sie regelrecht als Heldin gefeiert, kann und muss ich nicht nachvollziehen. Ich sehe in ihrem Charakter keinen Mut und in meinem Kopf flattert ein Gesicht mit dicken Tränensäcken und ein schiefer krummen Nasen herum und wenn Charaktere sich STÄNDIG als hässlich bzw. unsschön bezeichnen, schlägt mir das auf die Eierstöcke ( das ist doch mal ne Aussage xD)!

Ich habe lange drüber nachgedacht was ich von dem Schreibstil halten soll. Ich bin einfach nicht richtig warm geworden. Ein Aufwärmen bei dem ich mich nicht auspowern konnte und ins schwitzen gekommen bin. Beim ersten reinlesen werden dem Leser gleich tausende Namen ,deren Aussprache mir teilweise echt schwer gefallen ist, Orte und Rangordnungen um die Ohren geworfen. Hektisch habe ich immer wieder auf die ersten Seiten des Buches geblättert, wo sich eine wundervolle Karte befand die dem Leser das zurechtfinden echt erleichtet und eine Liste der Rangordnungen der Grischa. Ich hab echt einige Zeit gebraucht bis mein Gehirn dazu bereit war die Namen der Personen und Rangordnungen nicht gleich wieder auszuspucken, z.B die "Korporalki" oder "Ätheralki"...
Auch die Handlung erinnerte mich an ein altes labriges Tost, fad, trocken, zeh und teilweise ungenießbar. Ich kann mich an eine spannende Stelle am Amfang und am Ende erinnern, zwischendurch hat Alina ganze zweimal den Ort gewechselt, dementprechend wurde die Reise und ihr Aufenthalt beschrieben und das noch nicht mal wirklich Detail-freudig, so dass der Leser kein Stück die Umgebung richtig kennengelernt hat, was ich im Auftakt einer Reihe jedoch sehr wichtig finde! Die eher unspannende Handlung kann ich da noch eher verkraften, da ich das Gefühl habe das sich die Autorin die Action mehr für die beiden folge Bände aufhebt. Außerdem mutierte Alina zu dem mir verhasstem Nervenbündel. Gefühle schön und gut, aber die Charaktere sollen doch bitte nicht das ganze Buch rumheulen das es ihnen so schlecht ergeht, was für ein grausames Schicksal sie haben und das sie mit der Person nicht zusammen sein können die sie lieben *Arghhhh*. Nein, Alina Starkowa alias nervenaufreibendes-in-der-ecke-heulendes-armes-unverstandenes-wrack hat mich klipp und klar GENERVT! Dagegen hatte ich für den eigentlichen "Bösewicht" Sympathie empfunden und hab mir sogar gewünscht das er die bedauernswerte Alina um die Ecke bringt (ich hoffe ihr haltet mich jetzt nicht für geschmacklos :o). Selbst ich hätte eine bessere Protagonistin abgegeben.
Und dadurch wurde auch die Liebesgeschichte geprägt. Unser Naivchen Alina ist sich ihrer Gefühle nicht sicher und so entstehen im Laufe dieses Buches eine "falsche-" und eine "wahre Liebesgeschichte". Wobei ich die erste um Längen interessanter fand als die zweite, es sprang einfach kein Funken auf mich über und auch wenn ich jetzt als Steinherz abgestempelt werde, die Lovestory war *bliblablup* langweilig.
Abwechslungsreich fand ich bei diesem einigermaßen stabilem Schreibstil, die (manchmal komplizierte) Namensgebung. Ich hab so viele Bücher mit "westlichen-Namen" gelesen, weshalb es einer Abwechslung war auch mal "östliche" vor die Nase gesetzt zu bekommen. Da sich dieses Buch in das High Fantasy Genre einordnen lässt (ja genau, keine Dystopie xD), gibt es in "Grischa" eine erfundene Welt in der das Gute (wie immer) gegen das Böse kämpft/kämpfen muss. Wodurch der Leser diese Welt besser kennen lernen will und das Buch auch schneller liest/lesen sollte.

Wenn ihr Lust auf eine öde Story mit einer nervigen Protagonistin habt (weshalb ihr ihren Feind sympathisch findet, weil ihr hofft er schneidet ihr die Gurgel raus) und euch nichts aus spannenden und berührenden Liebesgeschichten macht, dann greift zu diesem Buch, es lohnt sich (NICHT). Das Buch wäre ohne die Protagonistin um Längen besser gewesen.
Alleine die Gestaltung und der einigermaßen stabile Schreibstil konnten noch 2 von 5 Blättern rausreißen:

 
Liebst Anna ^^
 
 

Kommentare:

  1. Huhu,
    ich lese das Buch auch gerade. Also mit dem Schreibstil hab ich eigentlich keine Probleme aber was Alina angeht muss ich dir bisher recht geben. Ich bin aber noch nicht sehr weit und mal schauen wie mein Fazit zu ihr am Ende sein wird...
    Ja das mit den Rangordnungen ist echt nicht so einfach aber da hab ich schon schwieriger Bücher gelesen "The Bone Season" z.B. aber das stimmt ich blättere auch noch oft zurück um zu schauen wer jetzt was war. ^^

    Lg ♥

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  2. Ouh, schade, dass es dir nicht so gut gefallen hat... :( Letztens hat eine Freundin von mir total von dem Buch geschwärmt, aber es hat mich eigentlich überhaupt nicht angesprochen, vor allem, da ich auch nur wenig Fantasy lese...
    Das Buch wandert nun auf jeden Fall nicht auf meine Wunschliste, es gibt schließlich nicht Schlimmeres, als eine nervige Hauptcharakterin! ;)

    Liebe Grüße
    Chrisi

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  3. Schadeee! Ich wär auch geneigt gewesen, die Reihe anzufangen (allein wegen dem Cover! HAHA) aber Lori meinte schon das wär irgendwie so meh und jetzt du auch :/ Da platzt wohl der Traum von einem neuen Hingucken im Regal ... naja, aber auch wenn du das Buch nicht so gut fandest, hast du jetzt ein superschönes Buch zuhause!

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Danke für dein Kommentar *grins* :DDD
Ich werde auf jeden Fall versuchen zu antworten !! ^^

 
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